Allergie

Immer häufiger tritt in der letzten Zeit eine Allergie gegen Futtermittel auf. Es handelt sich dabei um eine Überempfindlichkeit auf Stoffe im Futter. Sie kann sich durch verschiedene Symptome bemerkbar machen und viele Formen und Ursachen haben.

Aber wie kommt eine Allergie überhaupt zustande? Wie kann man erkennen, ob der eigene Hund unter einer Allergie leidet und was kann man in einem solchen Fall dagegen selbst unternehmen?
An dieser Stelle möchten wir ein paar Ergebnisse unserer Nachforschungen an Sie weiter geben und hoffen, Ihnen damit ein bisschen helfen zu können.

Symptome

Viele der Symptome einer Futtermittelallergie sind an der Haut und am Fell erkennbar. Bei der Haut treten Juckreiz, Rötungen, Schuppen- und Pustelbildung auf. Es kann sogar zu ekzemartigen Veränderungen kommen. Am Fell kann sich Haarausfall und Haarbruch bemerkbar machen. Allerdings gibt es nicht nur direkt sichtbare Symptome, sondern auch innere Veränderungen. So können auch Magen- Darmentzündungen und chronischer Durchfall auftreten.

Ursache

Die Ursache der häufigsten Futtermittelallergie liegt in einer Unverträglichkeit gegen Futterzusatzstoffe. Sie tritt zum ersten Mal nicht sofort nach Aufnahme eines bestimmten Futters auf sondern erst nach einer langfristigen Aufnahme der im Futter befindlichen synthetischen Zusatzstoffe und toxinhaltigen minderwertigen Futterkomponenten. Durch die ständige Bekämpfung der nicht verträglichen Stoffe findet eine Hypersensibilisierung des Immunsystems statt, die schließlich zur Allergie führt. Dies geschieht, indem es bei dem überlasteten Immunsystem zu Fehlfunktionen kommt. Nach einiger Zeit werden die Fehlreaktionen gegen die auslösende Substanz auch auf harmlose Futterbestandteile wie z.B. Weizen, Mais oder Fleischsorten übertragen.

Gegenmaßnahmen

Zunächst einmal ist es sinnvoll den auslösenden Stoff zu vermeiden. Im Falle einer Futtermittelallergie wird ein Futterwechsel zwischen verschiedenen Futtersorten aber nicht zu einer Besserung führen solange nicht alle synthetischen Stoffe und Toxine ausgeschlossen werden. Hier ist es angebracht, auf naturbelassenes Futter zu achten oder selbst zu kochen, wobei es sich natürlich über die richtige Dosierung der verschiedenen Zutaten zu informieren gilt. Hierzu ist noch zu sagen, dass sich nicht sofort nach einer Futterumstellung die Allergie einstellt, sondern erst nach zwei bis drei Monaten eine deutliche Besserung bemerkbar ist.

Was passiert bei einer Allergie?

Eine Allergie ist eine überschießende Immunreaktion, bei der das Immunsystem zu viele der ansonsten nützlichen Antikörper produziert. Die Überproduktion führt dazu, dass die Antikörper in der Haut einen sehr starken Juckreiz auslösen können.
Dies geschieht, weil die übermäßig vielen Antikörper nun nicht nur im Blutkreislauf vorhanden sind, sondern auch in das Gewebe wandern. So gelangen sie in das Lymphsystem, in die Nasen- und Mundschleimhaut sowie in die Atemwege und in den Darm. Dort treffen sie auf eine weitere Art von Abwehrzellen, die sogenannten Mastzellen. Die Mastzellen haben auf ihrer Oberfläche Rezeptoren, an die sich die Antikörper binden können. Wird ein Antigen, das auch Allergen genannt wird wenn es eine allergische Reaktion auslöst, von zwei auf der Mastzelle nebeneinander liegenden Antikörpern eingefangen, sendet die Mastzelle in ihr enthaltene Botenstoffe aus. Diese Botenstoffe, wie z.B. Histamin, lösen in dem umliegenden Gewebe kleine Entzündungen aus und es kann zu Juckreiz und Hautreaktionen kommen.