kurze Saison

Hallo zusammen, schon wieder ne ganz schöne Weile her, dass ich hier was geschrieben hab. Wurde also mal wieder Zeit.

Der Titel sagt es ja, diese Saison, wie auch die Kommenden, ist sehr kurz im Vergleich zu früher.

Dazu heisst es:

„Sommerferien für den Zeitraum 2018 bis 2024 festgelegt – Präsidentin Löhrmann: „Regelung schafft Planungssicherheit für Schulen, Familien und Tourismusbranche““

Großer blöder Blödsinn. Staus ohne Ende und die Gäste, die sich sonst auf 12 Wochen verteilt haben quetschen sich nun in 7 Wochen. Wenn voll dann voll… Super doof für Vermieter und Gastro!

Naja ein paar Bilder 🙂 Deswegen sind ja die meisten logischerweise auch hier

Saisonbeginn… Sturmschäden kaum noch zu sehen und die Strandkörbe sind einsatzbereit

armee1armee2armee3Gegen Abend gibt es zum Sommeranfang oft dieses besondere Blau 🙂 auf der See
blauWeil ich mich mutig zum Strandwall getraut hab (ihr müsst mich jetzt loben 😉 ) ein paar Bilder von und auf der Mittel- und Seglerbrücke
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Viele Pferde am Hundestrand 🙂
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Teilweise sah man Farben bei Utersum, die an den Herbst erinnerten
indiansummerWie man so hört, soll der Deich bei Utersum erneuert und zurück verlegt werden. Also dahin, wo jetzt die Straße verläuft, achtern diek. Der Wald kommt wohl weg. Schade schade

Ja, nun mal was zu unserem „neuen“ Familienmitglied Marina. Mitte Januar kam sie zu uns von ihrer Pflegestelle. Klingt jetzt so anonym, aber Julia und Wolfgang und ihre Tiere waren ein riesen Glücksfall für Marina. Marina ist nicht ganz einfach, sie ist vermutlich jetzt 2,5 Jahre alt und zeigt deutliche Anzeichen von Deprivation. Was auch immer das jetzt sein mag. Jedenfalls ist sie nun  unsere Aufgabe und wir freuen uns jede Sekunde über sie. Sie macht immer wieder Fortschritte, die ein „normaler“ Hundebesitzer nicht mal bemerken würde. Wedeln zum Beispiel, Marina hat vor ein paar Tagen gewedelt aus Freude! Für uns ein Riesenereignis und Grund zur Freude.

Im Februar bin ich auf Glatteis ausgerutscht und Marina ist weggelaufen, bei -7° und scharfem Ostwind. 3 Tage und 3 Nächte war sie weg. Nur anhand der Leinenspuren im Schnee konnten wir ahnen, wo sie ungefähr wann war. Sie selber war nicht zu sehen.

Im Mai dann 2 kurz nacheinander neben ihr laut aufsteigende Fasane. Diesmal 5 Tage und 5 Nächte weg.

Am 5 Tag 7 Uhr morgens saß sie auf der Wohnzimmercouch. Wieder alleine nach hause gefunden. Das Bild ist da entstanden

marina1

Keine Ahnung, wieviele Zecken und Dornen wir die nächsten Tage ausgebaut haben, wir waren nur seelig, dass sie wieder nach Hause gefunden hat.

Jetzt geht es mit Geschirr (was sie nicht sooo gern mag aus Gründen), zwei daran befestigten Leinen und einem GPS Sender Gassi…. Geil die Passanten, die einen Riesenbogen machen „schau, der ist bestimmt ganz schlimm aggressiv“ 🙂 Ja klar… aber woher sollen sie es wissen und mir ist es lieber man läßt uns in Ruhe

Das GPS Teil
marina2In der wasserdichten Tasche am Geschirr
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Mittlerweile nimmt Marina gerne an unserem Abendessen teil, was ich feier! Fast wie ein normaler Hund
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Wenn ihr mal in Oevenum seid, Michael’s Kunstwerk am Brunnen neben dem Feuerwehrhaus

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Heute war Ringreiten in Nieblum, ich hatte aber keine Kamera dabei 🙁
Noch ein paar Bilder vom und um den Brunnen in Oevenum
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Auf dem Rückweg über Oldsum das unvermeidbare Foto der Mühle (böse Aua an den Segeln…. Stürme halt)  und ein typisches Haus in the City of Olersem

oldsum1 oldsum2Zwischendurch gab es auch immer mal wieder einen Tag mit Regen, oder wie gestern und heute ordentlich Wind. Der ganz große angekündigte Sturm aus England blieb aus. Hier am Strand Nieblum

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Da hab ich es grad noch trocken nach Hause geschafft, ok paar hundert Meter…. 
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Aber wie es hier so auf der Insel ist, haste Wind ist der Regen bald weg, Stunde oder zwei. Ohne Wind ist doof, regnet’s was länger, was bei den Temperaturen der letzten Wochen aber auch mal ganz gut war für die Pflanzen

Abends in den Salzwiesen so gegen 20 Uhr
salzw1Am 2.8. war ja Fly In am Wyker Flugplatz, ein tolles Spektakel und jetzt sogar mit Webcam

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Die letzten Monate hatten wir hier ein paar spektakuläre Landungen 🙂 Eine 2 motorige hat sich das Bugfahrwerk zerstört und ist Schrott. Eine andere ist über die Bahn hinaus geschossen und 10 Meter vor unserem Auto stehen geblieben (als wir Marina gesucht haben) und eine andere ist in die Hecke vom Golfplatz gekracht.

Die mit dem Bugrad, die IBRO, ist auf dem Seeweg von der Insel runter. Schrottwert 265.000€. Hier kurz vor der Verfrachtung
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Direkt neben ihr steht auch jetzt noch eine Maschine mit USA Zulassung. Es findet sich wohl keiner, der sich traut sie wegzufliegen von hier. An der Stelle, an der die IBRO stand, steht nun ein baugleiches Modell der USA-zugelassenen Maschine. Teileverwertung denk ich mal

Noch mit der IBRO im Hintergrund zusammen
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Und weil ich so mutig bin, noch ein paar Bilder in der Nähe vom Sandwall
Seglerbrücke

seglerb1 strand1 strand2 sw1 sw2

Zum Schluß möchte ich mich entschuldigen, dass ich beim Beantworten von EMails so wenig von mir hören lasse. Ich bekomme recht oft Emails von lieben Menschen, die diesen Blog „heimlich“ 🙂 mitlesen und von mir Tipps haben möchten, wie man es schafft endlich aus der Großstadt auf eine „romantische“ Nordseeinsel zu ziehen. Natürlich freue ich mich sehr sehr doll über EMail’s von Euch, aber da kann ich wirklich nicht helfen.
Oft spürt man beim Lesen der Mails so eine Sehnsucht, die leider ebenso oft am wahren Leben hier vorbei geht. Es gibt zwei ganz große Fragen, die man klären muss, bevor man seine Koffer packt und nach Föhr zieht.

Nummer 1 ist eine feste Arbeitsstelle… ohne Arbeit kein Geld, ohne Geld kein Leben hier. Überprüft, ob Euer Beruf hier Chancen hat (Handwerker haben hier ganz klar Chancen, Gastronomie sowieso, ggfs. Saisonarbeit). Büro und IT eher nein. Oder man sattelt um auf was ganz Neues.

Nummer 2 Bitte nicht glauben, dass man auf Föhr, speziell in Wyk und Umgebung, was zu Mieten findet. Schaut in den entsprechenden Facebookgruppen nach, durchsucht das Internet und die lokale Presse hier (aka Inselbote am Samstag). Da ist so gut wie nie was. Wenn dann 10€/qm kalt einrechnen. Wenn einen das nicht schreckt, dann davon ausgehen, dass man eine gaaaanze Weile in einer FeWo verbringt und die eigenen Sachen in Dagebüll im Container zu liegen hat.

Der Rest ergibt sich dann von allein. Es kommt echt oft vor, dass vor allem allein-erziehende Mütter Ihr Kind auf der Schule anmelden und weder Unterkunft noch feste Arbeit haben. Das halte ich für verantwortungslos.

Soooo, dass musste ich mal los werden, weil ich wirklich nicht jede EMail beantworten kann, bitte nicht böse sein.

Tschüüüß und winke aus dem Saison Wyk

Euer Peter

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5 Antworten auf kurze Saison

  1. Tina K. sagt:

    Moin Moin Peter,
    dann trete ich mal aus dem Schatten der „Heimlichen“ heraus und bedanke mich für den letzten Blogabschnitt.

    Die Bilderflut gefällt mir diesmal sehr gut. Die Mischung aus heiter Sonnenscheinhimmel zu dicken Regenwolken gefällt mir über Föhr deutlich besser als im derzeitig dauerverregneten BaWü.
    Aber vor allem die Fotos von Marina gefallen mir. Selten einen Hund mit solch lebhaften und doch sanften Augen gesehen.

    Freu mich schon sehr auf den nächsten Post,
    liebe Grüße Tina

    • Peter sagt:

      Moinsen Tina,

      die Augen von Marinchen sind in der Tat für uns etwas Besonderes. Ich freu mich sehr, wenn ich hier einen Kommentar finden darf, da kann und möchte ich gerne drauf antworten. Der Sommer scheint sich langsam zu verabschieden und der Herbst winkt aus der Ferne (aka Schottland mit dem lustigen Tiefdruckwirbel die letzten Tage). Das ist das Angenehme hier, Dauerregen ist eher selten. Wenn es regnet, dann heftig aber der Wind vertreibt die Wolken meist nach wenigen Stunden; oft regnet es in Wyk und in Utersum scheint die Sonne und andersrum. Noch sind viele viele Gäste da und es wuselt nur so. In ein paar Tagen wird es wieder ruhiger sein. Die Dienstleister und Gastronomen erholen sich und alle warten auf die Wintersaison

      Viele Grüße nach BaWü aus Wyk
      Peter

      • Tina K. sagt:

        Dann scheint die Saison diesmal wirklich kurz gewesen zu sein. Wobei ich zugeben muss, dass ich auch erst seit einem Jahr die Insel via Webcam stalke und mich sehr an dem ganzen Trubel erfreue. Zu der kühleren Zeit ist es wohl eher ein Finde-die-Touristen-Suchbild.

        Im letzten Abschnitt deines Posts hast du meinen aktuellen Gedankengang nochmals gestützt. Ich studiere regelmäßig die Wohnungsangebote auf der Insel. Dementsprechend oft fällt mir die Kinnlade runter, wenn man die Mietpreise dort sieht. Meiner Meinung nach sind diese gerechtfertigt, weil das Inselleben halt doch etwas Besonderes ist.
        Das viele auf die Insel wollen ohne sich wirklich Gedanken zu machen, finde ich wie du auch nicht so prickelnd. Aber manchmal ist die Kraft, die einen antreibt stärker als die brüllende Stimme der Vernunft.
        Ich für meinen Teil habe entschlossen erstmal nicht mehr nach Föhr zu ziehen, sondern lieber in die Nähe (grad in Niebüll oder Dagebüll gibt es humanere Mietpreise).
        Vielleicht macht es mich auf dem ersten Blick nur halb so glücklich wie das Insulanerleben, aber es ist eine wundervolle Alternative um alles in Ruhe kennenzulernen.
        Ich habe eine ganz liebe Freundin, die relativ mittig in Holstein lebt. Sie hat so die Wahl zwischen Nord- und Ostsee. Wenn sie mir davon erzählt, spürt man, dass sie sich so die Magie von beiden Orten erhält.
        Ich möchte es gerne genauso handhaben und wer weis, ob man nicht später doch auf der Promenade sitzt und Föhrer Bratapfelpunsch trinkt (der soll sehr gut sein hat man mir gesagt).

        Oh, ich sehe grad, dass ich wieder etwas zuviel geschrieben habe. Tut mir Leid für die Belästigung (viele Gedanken in meinem Kopf wollen halt raus).
        Wünsche schonmal einen tollen Wochenstart, bis demnächst 🙂

        • Peter sagt:

          Moin Tina,
          ist jetzt die Frage, was Du Dir unter „Insulanerleben“ so vorstellst und wie weit Du an der Realität bist. Die Preise hier, Miete oder noch übler Kauf, sind der Insellage geschuldet. Wenig Platz, viel Nachfrage … da wird es teuer. Viele Gäste und Möchte-Gern wettern gegen Insulaner sie sollten gefälligst etwas gegen das verSylten unternehmen. Diese Leute haben NULL Ahnung von dem, was hier passiert. Bratapfelpunsch kenn ich ehrlich gesagt nicht… Finger weg vom Föhrer Manhattan 🙂 Ansonsten wird gern 3 Finger Oldenburger und ein Finger Sprite genommen… wie ich seit letztem Sylvester mit Friesen weiß… aua.

          Was heißt schon „halb-so-glücklich“ ? Wenn Du Deine ureigene Umgebung nicht mehr magst (sicher aus Gründen), dann ist es überall besser, jedenfalls für einen Moment. Ob Wyk, Föhr Land, Schleswig oder Flensburg… und ja, wer weiß was passiert? Wir sind hier, weil meine Frau hier einen Job hat, ansonsten wären wir jetzt in Schottland… das Leben eben

          Ich freue mich sehr über Deine Kommentare und und Deine Offenheit! Ich wünsche von Herzen alles alles Gute und hey, Versuch macht Kluch.

          Viele Grüße aus Naß-Wyk
          Peter

          • Tina K. sagt:

            Vielen Dank, dass meine Kommentare nicht so sehr nerven. Ich habe immer ein wenig Angst zu viel Lebenszeit fremder Leute in Anspruch zu nehmen.

            Mein Bild vom Insulanerleben ist sicherlich genauso falsch wie das vieler anderer. Allein schon wegen der Tatsache, dass ich niemals alle Inseln bereisen kann/werde bzw. kaum alle Geschichten der Leute darauf in Erfahrung bringe.
            Es liegt sicherlich auch in der Natur des Menschen sich alles schöner auszumalen, als es in Wirklichkeit ist. Natürlich sind Enttäuschungen dadurch vorprogrammiert, aber man sollte stets die Reife besitzen auch diese Hürde zu nehmen.
            Ich kenne auch ehrlich gesagt keinen von einer Insel persönlich und ich denke, dass es nie jemanden gibt, der mit der Faust auf den Tisch haut und meint: „So ist es hier und nicht anders.“
            Jeder lebt sein Leben nunmal anders oder nimmt äußere Einflüsse anders war.
            Trotzdem stelle ich mir das Inselleben eher wie das „Dorfleben“ vor, nur das kein Ortsschild einen Kreis darum zieht, sondern das Meer. Dies soll auch nicht negativ klingen, alles hat seine guten und schlechten Seiten und man hat, egal wo man lebt Leute, die gerne tratschen und andere, die loyal für einen einstehen.

            Ich habe meine ganze Kindheit in einem Dorf mit 2000 Einwohnern gelebt (dagegen ist Föhr schon eine Großstadt) und ringsherum hatten wir viele Baggerseen. In den Ferien ging es dann hoch in den Norden entweder Ost- oder Nordsee, was immer ein Abenteuer war. Wir zogen nach Stuttgart und diese Anonymität, Kälte und Hektik waren schon damals nicht mein Ding.
            Vielleicht kann man es ein wenig nachvollziehen, dass ich hier nicht für immer bleiben will.
            Ost- und Süddeutschland kann ich auf meiner Liste schon abhaken und ob es wirklich mal der Norden wird…naja, da hat mein kleiner Mann auch ein Mitspracherecht. Dafür muss er aber erst mal älter sein, denn ihn einfach mitschleppen nur weil ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe wäre auch nicht fair.

            Liebe Grüße und danke fürs Ertragen. Hier ist es endlich wieder sonnig, was hoffentlich meine Grippe in die Flucht treibt.

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